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 Freunde wachsen nicht an Bäumen!

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Tyrus Tenebris
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BeitragThema: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Di 28 Jun 2016 - 19:47

Freunde wachsen nicht an Bäumen!
15.03.15, früher nachmittag, bei einer kleinen Lichtung, privat (Tyrus Tenebris und Nôel Eliot Sulivan), Schicksal ja

Tyrus war endlich wieder aus seinem Zimmer gekrochen, um in seiner Freizeit etwas anderes zu tun als trauernd im Bett zu liegen. Nach dem Gespräch mit Tao, welches sein Herz mehr verletzt hatte als ihm lieb war und er es sich je eingestehen würde, hatte er sein Bett nur für Unterricht, Hausaufgaben und den Mahlzeiten verlassen. Selbst an dem Wochenende, wo sie nach Hogsmeade gehen durften, wollte er nicht mit Yannik mitgehen, obwohl dieser ihn gefragt hatte. Aber Hogsmeade erinnerte ihn nur zu sehr an Tao, genau wie die Bibliothek ihn erinnerte und der Gang in dem Tao ihm das erste Mal richtig aufgefallen war. So ziemlich alles in Hogwarts erinnerte ihn nur allzu schmerzhaft an ihn, also beschloss er mal wieder in den Wald zu gehen. Dieser war wunderschön und vor allem hatte er rein Garnichts mit Tao zu tun und er würde diesen auch dort sicher nicht treffen.

So machte er sich also auf den Weg über die Ländereien von Hogwarts. Die Sonne schien und es war angenehm warm, was Tyrus in mitten der Natur sogar dazu veranlasste positivere Gefühle zuzulassen als in den letzten drei Wochen und den Spaziergang zum Wald fast zu genießen. Als er den Waldrand erreicht hatte, überschatteten die Blätter zwar leicht die Sonne und im Schatten der Bäume war es etwas kühler, doch das störte ihn nicht. Im Gegenteil er fand es recht angenehm im Lichtspiel der Blätter zu wandeln und drang gedankenabwesend immer weiter in den Wald ein. Erst als ein plötzliches Rascheln dicht neben ihm ihn aufschrecken ließ, nahm er erst richtig war wie tief er schon ins Blattwerk eingedrungen war. Er sah sich um nachdem was das Geräusch verursacht hatte und entdeckte einen Uhu, der unweit von ihm davon flog. Hätte Tyrus kein fotografisches Gedächtnis hätte er wohl kaum seinen Augen getraut und gedacht, dass er sich verguckt haben musste, doch dem war nicht so. Tatsache war ein Uhu an einem sonnigen Tage im verbotenen Wald unterwegs. Auch wenn es so tief in diesem viel dunkler war, als dass man denken würde es sei ein sonnenverschienener Nachmittag. Die Tiere im verbotenen Wald spielten anscheint verrückt und verließen ihre Territorien. Das war nun wirklich nicht der Platz und die Zeit für einen Uhu. Müsste er nicht eigentlich in irdendeinem holen Baumstamm schlafen, als hier bei helllichtem Tag herum zu fliegen?


Zuletzt von Tyrus Tenebris am Mo 13 Feb 2017 - 21:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Mi 29 Jun 2016 - 18:23

Den sonnigen Pfad hinunter zur Hütte beschreitend, dachte ich darüber nach warum ich eigentlich hier gelandet war.
War es nicht das, was mich jeder dauernd fragte?
Natürlich war die Frage berechtigt und ich konnte sie von Leuten ertragen, die es ernsthaft interessiert, doch wenn diese Frage meiner Verspottung diente, tat sie weh. Ich hatte mir nichts von alledem ausgesucht. Auch wenn ich froh war hier zu sein in einem Gebiet das weites gehend sicher war, aber wäre es nach mir gegangen, wäre ich nicht hier eingeschult worden. Da ich aber erst zehn gewesen war, als man mich fand, hatte ich darüber noch nicht viel zu sagen.
Als ich in das Blattwerk des Waldes eintauchte, spielte sich die Situation im Gemeinschaftsraum noch einmal vor meinen Augen ab und ich fragte mich, was ich diesen beiden Jungen eigentlich getan hatte, dass sie immer wieder versuchten mich zu verletzen. Im Normalfall war Ravenclaw eigentlich das Haus vor dem ich am meisten Ruhe hatte, weil im Idealfall alle etwas Besseres zu tun wussten, als Mitschüler zu schikanieren. Es gab vereinzelt feste Freundschaften und kleine Gruppen, ansonsten blieben jedoch die Schüler unter sich was ich nicht unbedingt schlecht fand im Anbetracht dessen, was mir meistens bei Gruppenbildung passierte.
(… es ist deine eigene Schuld, dass du immer aus dem Raster fällst…)
Nachdem ich beinah fluchtartig den Turm verlassen hatte, hatte ich mit dem Gedanken gespielt AJ zu suchen und mich in seine Arme zu flüchten – was sich wahrscheinlich für einen Fünfzehnjährigen seltsam dämlich anhörte, aber nur dort konnte ich mein Gleichgewicht wiederfinden. Nur bei meinem besten Freund konnte ich die Stimmen zum Schweigen bringen, die in meinen Inneren wie ein Orkan zu wüten begannen, wenn ich mich verirrte.
Doch immerhin war es auch AJ, der sich schon jetzt zu sehr um mich sorgte. Er war es, der sich immer Gedanken um mich machte und für mich eintrat, wenn er sah wie andere mich verspottet und würde er genau jetzt in mein verletztes Gesicht sehen, würde er wissen was geschehen war und ich wollte ihm nicht noch mehr Sorgen und noch mehr Kummer bereiten. Sollte er doch wenigstens diesen sonnigen Nachmittag unbelastet von mir mit seinen Freunden verbringen.

Ja, weglaufen konntest du immer schon gut, du feiger, unmenschlicher Bastard!, für einen Moment übernahm die Kälte meinen Körper, doch ich konnte sie zurückdrängen, noch war ich nicht schwach genug um vollkommen von ihr übernommen zu werden.
Wie automatisch wurde mein Schritt schneller und ich spürte die Äste die in mein Gesicht schlugen. Nicht einmal das spürte ich bei der Spannung die sich in meiner Brust aufgebaut hatte und ich spürte das Kribbeln in meiner Kehle – das Jucken in Nase und Augen.

Wenn du jetzt ernsthaft anfängst zu heulen, nur weil diese Spinner die Wahrheit gesagt haben, werde ich dich das nächste Mal vierteilen!!

Ich schluckte und obwohl ich wusste, dass dies eine leere Drohung war, wurde mir schwummrig und ich spürte wie die Kälte wieder zurückkehrte. Es war ein schreckliches Gefühl, weil es innere Kälte war. Sie legte sich zuerst über meine Fingerspitzen, dann über meine Arme und die Brust, bis sie schließlich den Kopf erreichte – und wenn sie diesen erreicht hatte, dominierte sie alles in meinen Körper. Sie nutzte jede Schwäche die ich zeigte aus um mich in die Dunkelheit zu verbannen.
(Geräusche geistiger Umnachtung…)
Ich beschleunigte meinen Schritte nochmal und wankte in den dichteren Teil des Waldes auf der Suche nach einen Ort der mich wieder zur Ruhe bringen konnte. Dass ich die Mammutbäume längst passiert hatte, war mir nicht einmal aufgefallen.
(…fallen mit scharrenden Geräuschen weg…)
Ich hörte das hohe Winseln eines Jungtiers und das hässliche Knurren, das Gier und Wut bedeutete und das erste Mal sah ich mich wirklich um.
Die Lichtung war klein und kam mir sehr bekannt vor, sie lag hinter den Mammutbäumen und war das Territorium der Kniselfamilie, die ich manchmal fütterte. Besagte Familie war dicht an einen der Bäume gedrängt, zwei der Kinder hockte unter den Beinen der Mutter, die das Fell gestäubt und die Zähne gebleckt hatte. Doch eines der Tierkinder war weiterweg geschleudert worden und winselte nach seiner Mutter. Vor ihm – den Weg versperrend – stand ein völlig schwarzes, hundeähnliches Tier mit rubinroten Augen, Fangzähnen die über den Unterkiefer hinausgewachsen waren und gefährlich in der Sonne blitzten. Kaum das ich mich fragen konnte was zur Hölle das für ein Tier war, sah ich auch was die Kniselmutter daran hinderte anzugreifen – mal abgesehen der Jungen. Sie war verletzt.
(…und am Ende bleibt uns nichts…)
Ich stand am anderen Ende der Lichtung, das unbekannte, aggressive Tier ansehend und trat dazwischen ohne nachzudenken. Ich hob das kleine Knisel auf und balancierte es auf einen Arm, während ich in die rubinroten, kleinen Augen starrte.

W – w- was ma - machst du denn?!, kreischte die vertraute Stimme in mir.
Einen Moment lang, als dieses Hundewesen zum Sprung ansetzte, durchzuckte mich die Angst des anderen schrecklich lähmend, doch dann spürte ich wieder die Kälte und ich fühlte mein Gleichgewicht kippen. Die Magie die sich für wenige Sekunden auf der Lichtung entlud war dunkel und stark, dass meine Augen sich verfärbten bekam ich nur am Rande mit, die Sicht veränderte sich und für einen Moment drang die Kälte hindurch.
„Hau. Ab!“, zischte ich und meine Stimme klang wie Eisblöcke die aneinander schlugen, fern jeden Gefühlen.
Ich weiß nicht was das Tier zum Flüchten bewegte. Ob es die Magie oder meine ernstgemeinten Worte waren, doch es floh und dann stand ich alleine auf der Lichtung, mit einen Kniselbaby auf dem Arm, das mir verängstigt die Finger leckte, die sich in seinen Fell vergraben hatten. Erst das brachte mich aus der Wut zurück und plötzlich war alles wieder im Gleichgewicht. Ich spürte keinen Druck mehr.
(…als tiefe, stille Einsamkeit.)
„Oh entschuldige, Kleiner“, sagte ich leise und nahm den Knisel auf die andere Hand um ihn zu kraulen. „Ich bringe dich sofort zu deiner Mutter.“
Ich hatte nie bemerkt das es drei Kinder waren, die das misstrauische Tier im Wald versteckt hielt, wo war es denn die ganze Zeit gewesen? Sanft setzte es das Kleine ab und platzierte mich selbst auf den Rasen. „Dich hat es ganz schön erwischt, hm? Lass mich das mal ansehen!“
Die großen Ohren der Kniselmutter zuckten, als würde sie die Worte verstehen die ich sagte und sie gab ihre Kampfhaltung auf. Die Jungen kamen nun auch heraus und tollten umeinander herum, hüpften ab und an auf meinen Schoß oder meine Arme hinauf, was mich schmunzeln ließ und gaben leise gurrutale Laute von sich.
„Heute habe ich leider nichts zum Fressen dabei… tut mir Leid!“
Ich näherte mich vorsichtig dem erwachsenen Tier um mir die Wunde an seinem Hinterlauf anzusehen.
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Tyrus Tenebris
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Sa 2 Jul 2016 - 21:38

Tyrus folgte mit dem Blick ungläubig dem Uhu, der an ihm vorbeigeflogen war bis dieser im Blattwerk nicht mehr zu sehen war. Erst dann erwachte er erst richtig wieder aus diesem Schockmoment und beschloss in die Richtung zu gehen, in die der Uhu geflogen war. Ein richtiges Ziel hatte er ja eh nicht, also wollte er der Sache auf den Grund gehen. Eine ganze Weile ging er immer weiter zwischen den dichten Bäumen und dachte bald, dass er den Uhu wohl nicht mehr wieder finden würde, doch ein paar Schritte weiter entdeckte er ihn hoch oben in einer Baumkrone zwischen den Blättern. Dort saß er auf einem Ast und sah seelenruhig auf Tyrus herab. Ohne einmal zu blinzeln, beobachtete mich der kleine Uhu aus sicherer Deckung heraus. Strahlende Augen hatte er.
Eine Weile stand Tyrus einfach nur so da und sah hinauf zu ihm und der Uhu sah hinunter.
Und in beiden Augenpaaren in dem des Tieres und in dem des Menschen - ist es das gleiche Leben, das schüchtern zum anderen drängt.
Irgendwie empfand Tyrus eine Verbindung zu diesem Tier und umso länger er darüber nachdachte umso mehr Gemeinsamkeiten vielen ihm ein. In vielerlei Hinsicht war Tyrus einem Uhu ähnlich. Er hielt sich oft im Dunklen, wo ihn möglichst keiner sah und hatte jedoch die Augen immer auf. Er konnte gut in dieser Dunkelheit sehen. Mit großen weiten Uhuaugen beobachtete er die Welt in allen Richtungen, um möglichst viel zu sehen auch wenn Tyrus seinen Kopf nicht um 360 Grad drehen konnte. Ebenso war er still wie ein uhu, der anders als die meisten Vögel selten seine Stimme erklingen ließ. Die Nachte hatte Tyrus schon immer mehr zugesagt, als der helle aufgeregte Tag. Wie der Uhu unter den Vögeln war Tyrus unter den Menschen.

Er freundete sich gerade mit dem Gedanken und dem Uhu an, als er ein lautes Knurren in seiner Nähe vernahm. Kurzerhand drehte er sich um zu der Stelle bei der er die Ursache des Knurrens vermutete und erblickte zwischen den Bäumen einen schwarzen Hund in einer nahen Lichtung, die ihm vorher nicht weiter aufgefallen war. Er sah ihn nur von schräg hinten und daher zwischen den Bäumen auch nicht was er anknurrte. Genaugenommen wusste er auch nicht, ob es ein Hund war aber ein hundeähnliches Tier mit Fangzähnen war es auf jeden Fall, weshalb Tyrus beschloss möglichst ruhig und unauffällig zu beiden. Darin war er eh der Beste und er wollte die sicherlich spitzen Zähne nicht auf der Haut spüren. Tyrus beobachtete wie der Hund ein paar Setze nach vorn machte und ein anderes Tier angriff. Es war katzenähnlich, doch so genau konnte er es nicht erkennen, da es sich so schnell bewegte während es mit dem Hund kämpfte und anscheint eines ihrer Jungen verteidigte was kurz darauf gefolgt von einen hohen Winseln davon geschleudert wurde. Er würde sagen, dass es Kniesel oder Luchse sein könnten.
Dann knurrte das Untier in die Richtung in der das Junges geflogen war. Was auch immer es anknurrte konnte Tyrus von seinem Platz nicht sehen, da es hinter einem Baum versteckt war. Er sah, dass das Wesen zum Sprung ansetzte und spürte plötzlich wie sich eine dunkle Magie entlud. Erst dachte Tyrus diese Magie entstammte dem schwarzen Tier, doch dann vernahm er eine Stimme, die mit kalten Worten das Tier in die Flucht schlug. Ein schaudern lief über Tyrus Rücken und er wollte unweigerlich wissen wem diese Stimme gehörte.
Die drückende Magie verflüchtigte sich wieder so schnell wie sie gekommen war sobald das Tier ein paar Meter neben ihm in den Wald geflüchtet war. Er sah dem schwarzen schatten kurz nach und wand sich dann wieder zur Lichtung vor ihm. Kurzerhand beschloss er ein paar zögerliche Schritte nach vorn zu gehen, um auf die Lichtung zu spähen. Seine Neugier trieb ihn. Als er um den Baum herum sah, der ihm zeitweilig die Sicht versperrt hatte sah er überraschenderweise einen Jungen seines Hauses, der sich gerade zu der Knieselmutter herunterbeugte und das angegriffene Junge absetzte. Tyrus wusste das er ein Jahrgang unter ihm war und viel Kontakt mit einem Gryffindor hatte, aber ansonsten nichts über ihn. Ein paar Mal hatte er ihn schon in der Bibliothek gesehen wie viele Ravenclaw. Manchmal überlegte Tyrus, ob es wohl ein Auswahlkriterium war ins Haus Ravenclaw zu kommen, wenn man gern viel laß. Tyrus vernahm die nun mehr sanfte Stimme seines Hauskameraden wie er mit den Tieren redete und schmunzelte leicht. Selbst er dessen Urteil hauptsächlich durch den Verstand geleitet wurde, musste dieses Verhalten niedlich finden, obwohl es logisch betrachtet ein ganz einfältiges Handeln war, da Tiere die Bedeutung der Worte nicht wissen. Fast vertraut wirkte er mit den Tieren und Tyrus genoss den Anblick wie die Kleinen munter versuchten in anzuhüpfen und schon bald erfuhr Tyrus auch warum. Anscheint brachte er ihnen öfters Essen in den Wald. Jetzt näherte er sich jedoch der Mutter, um die Wunde zu untersuchen. Eine Fleischwunde zog sich durch ihr Fell und das Tier hatte wohl Schmerzen.
Tyrus schob ein Blatt beiseite, um besser sehen zu können, als ihm auffiel worum es sich bei dem Busch überhaupt handelte. Es sah aus wie eine gigantische Pflanze Spitzwegerich. Kurzerhand untersuchte er die Blätter und stellte fest, dass es wirklich Spitzwegerich war. Wen wundert diese Größe in einem magischen Wald? Er riss ein paar ab. "Zerkau das und tu es ihr auf die Wunde." Tyrus reichte die Blätter in seine Richtung und es war ihm in diesen Moment egal, dass er sich dabei die Aufmerksamkeit des Jungen auf sich gerichtet hatte. Er wollte helfen. "Ich habe mal gelesen, dass das hilft." Seine Stimme war wie immer tief, doch auch beruhigend. Er wollte die Tiere und den Jungen nicht erschrecken.
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   So 3 Jul 2016 - 15:58

Ganz behutsam näherte ich mich dem scheuen Tier, das jede meiner Bewegungen genau betrachtete, als wolle es sofort aufspringen, wenn ich mich zu hektisch bewegte.  Ganz sanft, erst nur mit den Fingerspitzen striff ich das Fell und zuckte sofort zurück, als die Weibchen seinen Kopf senkte und leise jaulte. Doch entgegen meiner Erwartung spürte ich nicht die kleinen, spitzen Zähne sondern nur die Nase und die Zunge der Kniseldame, die versuchte ihre Wunde zu lecken.
„Bleib ganz ruhig, lass mich das ansehen“, meinte ich leise und griff erneut nach der verletzten Pfote um sehr vorsichtig ihre Beweglichkeit zu prüfen um zu erkennen wie tief diese Platzwunde ging, jedoch ließ ich jedes Mal sofort los, als ein jaulender Laut zu hören war.
„Das ist nichts schlimmes“, teilte ich dem Tier mit, das begonnen hatte meine Hand anzustupsen, als könne es mich verstehen. „Das bekommen wir hin, okay?“
Fieberhaft überlegte ich wie ich die Wunde reinigen konnte, ohne dass ich Gefahr lief entdeckt zu werden oder alles nur noch schlimmer zu machen.
Nun waren auch die Kinder auf mein Tun aufmerksam geworden und umkreisten uns, die Laute ihrer Mutter imitierend. Sie klangen wie ein Trauerchor. Ich lächelte. „Jetzt kriegt euch wieder ein, ich sagte doch das bekommen wir hin!“
Ich schob eines der Kleinen weg, das seine neugierige Nase nach der Wunde ausgestreckt hatte und inspizierte sie erneut. Noch war kein Dreck hinein gekommen, das hieß eigentlich reichte es, wenn ich sie erst einmal abdecken würde und später erneut wiederkam um sie anständig zu versorgen, sobald ich ein paar Bücher dazu gelesen hatte. Denn auch wenn er schon einiges gelesen hatte und manche Anwendungen im Schlaf runterbeten konnte, war Kräuter – und Heilkunde noch nie so sein Gebiet gewesen. Eines der wenigen Themen, die er in der Bibliothek eigentlich immer eher überging – ein Fehler, wie sich jetzt herausstellte.
Ich sollte echt mehr von diesen Büchern lesen!, dachte ich bei mir und schob das Fell ein wenig ratlos von der Wunde. Dann wüsste ich wenigstens was jetzt zu tun wäre und müsste sie nicht erst alleine lassen.
Wenn man einmal –
Eine Stimme riss mich aus den tiefen Gedanken und ließ mich heftig zusammenschrecken. Auch wenn sie nicht wirklich furchterregend klang, hatte ich doch nicht damit gerechnet hier noch jemand anderen zu treffen.
„Verdammt!!“, fluchte ich untypisch für mich und bemerkte, dass meine heftige Reaktion auch auf die Kniesel abgefärbt hatte. Die Kinder waren hinter einen nahegelegenen Busch geflüchtet und die Mutter versuchte sich erneut halb aufzurichten.
„Nein, nein, nein… schön hier geblieben“, zog ich das Tier zurück, das erschöpft wieder zurücksank und versuchte mich etwas zu beruhigen um den Vierbeinern kein falsches Bild zu vermitteln, ehe ich den Jungen vor mir ansah.
Irgendwie kam er mir bekannt vor. Er war ebenfalls Ravenclaw und hielt mir die genannten Blätter wie eine Opfergabe entgegen. Spitzwegerich…
Hörte sich relativ simpel an, wieso war ich da nicht drauf gekommen?
Einen Moment blinzelte ich den Dunkelhaarigen noch an, ehe ich nickte und die Blätter schlussendlich doch entgegen nahm. „Danke.“
Auch wenn ich nicht wirklich Ahnung von der Materie hatte, konnte ich mir vorstellen, dass irgendein Enzym im Speichel vielleicht eine Veränderung bei der Blattform bewirkte, oder dass es einfach nur zerkleinert wirkte.
Darauf hoffend, dass mich der eigentlich doch unbekannte Junge nicht vergiften wollte, machte ich mich daran die Blätter zu zerkauen und vorsichtig auf die Wunde zu pappen.
Hätte ich meinen Zauberstab bei mir gehabt, hätte ich es wohl noch mit einem Verband fixiert, so jedoch musste ich darauf erst einmal verzichten.
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Tyrus Tenebris
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   So 3 Jul 2016 - 21:21

Auch ohne es zu wollen hatte Tyrus den anderen Adler erschreckt. Nicht weiter wunderlich wie er fand, schließlich hatte er genauso wenig wie der Junge erwartet jemanden im Wald zu treffen. Doch leider verschreckte er nicht nur den Jungen, der seinen Schreck mit lautstarkem Fluchen kundtat, sondern auch die scheuen Waldbewohner. Die Jungen flüchteten sogleich hinter einen Baum während die Knieselfrau nicht auf die Pfoten kam. Jedenfalls durch die Verletzung nicht schnellgenug, da der Ravenclaw sie schon packte und damit bewirkte, dass sie liegen blieb.
Darüber war Tyrus sehr verwundert und noch mehr, dass das Wildtier anschließend nicht mit einem Biss oder wenigstens einem Fauchen reagierte. Er musste dieser Tierfamilie sehr vertraut und wie ein Mitglied akzeptiert sein, sonst wäre das wohl kaum möglich.
Kurz wurde er von dem Adler gemustert, eher er dann die Blätter annahm die Tyrus ihm hinhielt. Er bedankte sich sogar und Tyrus wusste nicht was er darauf antworten sollte.
Der Junge schien noch skeptisch zu sein. Jedenfalls sah das Tyrus seinem Gesichtsausdruck an. Vielleicht fand er es auch ekelig die Blätter in den Mund zu nehmen und das Gekaute dann anzufassen. "Ich denke durch das Kauen wird die Barere des Blattes zerstört und so kann der Wirkstoff sich erst ausbreiten.", versuchte es Tyrus die Zweifel etwas zu beseitigen und die Notwendigkeit zu erläutern. Er wusste es selbst nicht genau, aber dies schien ihm eine logische Erklärung, warum in dem Buch über Heilung mit Pflanzen auf Seite 63 geschrieben stand, dass der Spitzwegerich zerkaut auf der Wunde platziert werden sollte. Natürlich ging es in dem Buch darum Menschen zu heilen, aber was bei Menschen funktionierte, würde sicher für das Tier auch gut sein.
Tyrus sah wie der Junge schließlich wirklich begann die Blätter zu zerkauen und den grünen Matsch, der entstand, auf die Wunde zu legen. Tyrus hätte ja gerne geholfen, doch irgendwie traute er sich nicht. Er sah nochmal schüchtern zu dem Jungen und begann dann sich langsam neben diesem niederzulassen. Um die Tiere nicht wieder zu verschrecken, gab er sich besonders Mühe dies langsam und ohne hektische Bewegung zu tun. Nachdem er sich neben ihm niedergelassen hatte und die Wunde besser sehen konnte, wollte er das Gespräch nicht abreißen lassen. Er war äußerst schlecht darin aber irgendwas wollte er sagen. "Ich würde ja gern helfen, aber ich denke nicht, dass sie das bei mir dulden würde." Er deutete mit dem Kopf auf die Knieselfrau.

Tyrus wand sich dem Adler zu und beobachtete seine Reaktion. Der Junge interessierte ihn. Er wollte wissen wer sich so mit solch wilden Tieren anfreunden konnte, deshalb beschloss er völlig untypisch für ihn zu fragen. "Wie heißt du?", war die simple Frage, die er noch nie gestellt hatte. Ein Zeichen, das er oder diese Situation etwas ganz Besonderes sein musste.
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Sa 9 Jul 2016 - 15:21

Dass mich das Tier nicht biss, als ich es ein wenig unsanft wieder zurückzerrte, wunderte mich schon etwas. Doch irgendwie schien es mich anscheinend doch schon toleriert zu haben, wenigstens als jemanden, der ihr und ihren Jungen nichts tat. Auch wenn das nicht viel war – es war mehr als ich verlangen konnte. Für einen misstrauischen Knisel.
Sanft strich ich über die weichen Seiten und lächelte schmal auf sie hinunter, während das Tier sich wieder hinlegte. Auch die Kinder der Kniseldame kamen wieder hervor, als sie spürten wie ihre Mutter sich wieder deutlich entspannte. Vorsichtig spähten sie um mich herum und musterten den Neuankömmling neugierig. Der älteste und tapferste von ihnen traute sich ein paar Schritte weiter an den anderen Jungen heran um an seinen Hosenbein zu schnüffeln, dann aber wieder zurück in die sichere Deckung zu fliehen.
Ich schmunzelte kauend über den Wagemut und sah wie nun auch die anderen Jungtiere langsam das Gebiet zwischen mir und dem Ravenclaw zu erforschen begannen. Daraus entwickelte sich schnell eine Art Weitlauf, die wohl unter dem Motto: „Wer traut sich am nächsten ran“ lief. Aber meine Aufmerksamkeit galt nun wieder den angebotenen Blätter, die ich erst genau inspizierte, ehe ich sie in den Mund steckte.
Der salzige Geschmack in meinen Mund regte eine gewisse Übelkeit in mir, die auch von der matschigen Konsistenz nicht wirklich gedämpft wurde. Trotzdem kaute ich weite rund strich die Masse dann auf die Wunde. Etwas misstrauisch besah ich die grüne Pampe. Und das sollte helfen? Irgendwie konnte ich das nicht richtig glauben.
Ich drehte mein Kopf zu dem anderen hin, als er mich ansprach und sah ihn einen Moment überlegend an. „Du könntest einen Verband mit einem Ferula um ihre Pfote wickeln“, schlug ich vor und dachte an meinen Zauberstab, der wie die meiste Zeit in meinem Nachtschubladenschrank auf mich wartete. Ohne wirklich zu überlegen was ich da eigentlich tat, griff ich nach der Schnauze des Knisels und drückte sie leicht nach unten um sie da zu kraulen; denn sie hatte schon wieder mit funkelnden Augen ihren Kopf erhoben und ein leises Knurren von sich gegeben. Auch das ließ sie eine Zeit lang bieten und schloss die Augen. Ich deutete den anderen an sich zu beeilen, während ich fühlte, wie sich der warme Körper unter meiner Hand wieder anspannte. Anscheinend tat der Druck weh, doch das war wohl notwendig.
Ehe ich doch noch einen Biss abbekam, zog ich meine Hand zurück und beobachtete das Tier, das nun von ihren Jungen umringt wieder etwas friedlicher am Boden lag.
„Eliot und du?“, fragte ich ohne den Blick von der Familie zu lassen. Eigentlich war mir nicht danach sich mit irgendjemanden zu unterhalten, doch immerhin hatte der Dunkelhaarige geholfen und ein wenig Anstand besaß ich noch.
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Tyrus Tenebris
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Sa 9 Jul 2016 - 23:41

Tyrus war gerührt wie die Kleinen auf ihn reagierten. Nicht nur ihre neugierigen Blicke, sondern auch ihr erforschendes Schnuppern, ließen Tyrus Herz erweichen und schlagartig begriff er warum der Adler vor ihm Zeit mit diesen Wesen verbrachte. Vermutlich sogar recht viel Zeit, aber das war in Ordnung. In gewisser Weise empfand er in diesem Moment, dass es sogar eine sinnvollere Zeitinvestition war als zu lesen oder sich mit jemand zu unterhalten oder die Menschen zu beobachten.
Im nächsten Moment erschrak Tyrus etwas über seinen Gedanken. Wie konnte er nur das Verbringen mit Tieren über das Sammeln von Wissen stellen? Sein ganzes Leben war darauf ausgerichtet Wissen in sich aufzunehmen.
‚Doch wozu all dieses Wissen, wenn man es nicht anwendet?‘, meldete sich eine kleine Stimme in seinem Kopf. Hier in diesem Moment hatte er Wissen, das er besaß angewendet. Hätte er im Schloss gelesen, wäre es wohl kaum dazu gekommen.
Er sah nochmals auf die schönen Tiere und schmunzelte über das Wettrennen was sie zu veranstalten schienen. Ja auch wenn er das Wissen zu kollektivieren liebte, nahm er sich von diesem Moment an vor es auch öfter einzusetzen und genau das tat er dann auch. Seinen Kopf nach nützlichem absuchend zückte er seinen Zauberstab, den er immer im rechten Ärmel verstaute.
Genau in diesem Moment hatte sein Gegenüber wohl eine ähnliche Idee und riet ihm den Heilzauber Ferule anzuwenden. Tyrus nickte. Langsam richtete er seinen Zauberstab auf das verletzte Tier, darauf bedacht es nicht wieder in Unruhe zu versetzen und sprach anstelle des Ferula allerdings erstmal einen Analysezauber, den Madam Pomfrey ebenso nutzte um alle Verletzungen eines Schülers herauszufinden, wenn er in den Krankenklügel gebracht wurde. Dabei ließ Tyrus seinen Stab in leichten Wellenbewegungen über dem Tier schweben. Seine Analyse ergab, dass neben der offenen Wunde auch leichte innere Prellungen vorhanden waren, aber gegen diese konnte Tyrus nichts ausrichten. Sie würden mit der Zeit weggehen. Er beschloss sich auf die Wunde zu konzentrieren und wand ebenso lautlos wie den Analysezauber Tergeo an, um die Wunde vorsichtig von Dreck und Bakterien zu reinigen. Dabei ging er sehr vorsichtig vor, denn er wollte dem Tier nicht wehtun und hatte den Spruch noch nie an Lebewesen verübt. Dann überlegte er was er noch tun konnte bevor er den Verband anlegte und bereute es mitten im Wald keine Zaubertränke zu haben. Er war nicht wirklich schlecht in dem Fach und es fielen ihm viele Tränke ein, die die Wunde in null Komma Nichts heilen würden. Er kam zu dem Schluss erstmal Episkey anzuwenden und später mit dem Diptam-Trank die Wunde zu behandeln. Ob er selber in den Wald gehen würde oder den Trank seinem Hauskollegen gab, wusste er noch nicht. Erst dann nachdem er Episkey non-verbal angewendet hatte, was ihm viel Mühe kostete, da für so große Wunden eigentlich eine Schulung des Zaubers von Nöten war, die Tyrus nicht hatte, wendete es Ferula an und ein Verband wickelte sich gleichmäßig um das mit grünen Matsch belegte Bein bis die Pfote komplett eingehüllt war.
Tyrus dachte nicht daran, dass es vielleicht komisch erscheinen könnte, dass er keinen seiner Zauber laut ausgesprochen hatte, denn für ihn war das normal. Jeder Zauber war für ihn erst gelernt, wenn er ihn non-verbal konnte.
Damit fertig betrachtete er stolz sein Werk und fand, dass er fürs erste Mal gar nicht so einen schlechten Heiler abgegeben hatte. Ein wenig stolz auf sich lächelte er und packte seinen Stab wieder weg. Der Ravenclaw hatte der Weile die Schnauze des Tieres gekrault und dies schien bei der Behandlung geholfen zu haben, da sich das Tier so mehr entspannte. Als Tyrus fertig war, zog auch dieser seine Hand wieder zurück und das Tier wurde von seinen Jungen umringt. Dem Tier ging es besser und Tyrus entspannte sich zusehends ebenfalls. Der Junge nannte seinen Namen und fragte mit wenigen Worten nach seinem. Tyrus überlegte kurz, ob er den Namen Elliot schon mal gehört hatte, aber konnte sich nicht entsinnen. Sein Gedächtnis war was Gehörtes an ging nicht sonderlich gut, aber Gesehenes vergaß er nie. Irgendwas in Elliots Kurzangebundenheit sagte Tyrus, dass dieser nicht zum Schwatzen aufgelegt war, aber das war ihm nur allzu recht. „Tyrus“, nannte er ebenso knapp seinen Namen und schwieg daraufhin. Eigentlich missfiel es ihm nicht in einem Satz zu antworten, aber ‚Ich bin Tyrus.‘ erschien ihm in Anbetracht der vorangegangenen Worte zu lang. In gewisser Weise gab es auch nichts weiter zu sagen und Tyrus war kein Mensch der unnützen Worte. Er verfiel augenblicklich in seine gewohnte Art und fing schweigend zu beobachten an. Nicht nur die Kniesel-Familie vor ihm beobachtete er, sondern auch den Jungen, der seinen Blick nicht von dieser abwand. Er lauschte dem Wind, der durch die Blätter fuhr und den üblichen Geräuschen des Waldes. Sein Blick wanderte von dem Jungen zu den Baumwipfeln und die Sicht zu den Baumkronen hinauf war unglaublich schön. Die Schönheit der Natur fesselte ihn oft. Wie senn er nachts zu den Sternen hinaufsah, beruhigten sich etwas seine Augen im halbdunklen des Waldes und es tat gut so zu sitzen und die Eindrücke auf sich ruhen zu lassen.
Nach einer Weile wand er seinen Blick wieder ab und schweifte mit selbigen aus unerfindlichen Gründen nach links. Dort erblickte er den Uhu, den er vorhin schon gesehen hatte und ein Gefühl überkam ihm, dass er nicht einzuordnen wusste. Hatte der Uhu sie die ganze Zeit beobachtet. Wie lange saß er da schon und blickte auf sie herab? Tyrus wusste nicht, ob er das als unangenehm empfinden sollte oder das Verhalten auf ironischerweise belustigend war.
Er schmunzelte. Normalerweise war er der Uhu und Andere nahmen seine Rolle ein, als Opfer der Beobachtung. So fühlte es sich also an, wenn man den Verlust der geglaubten Sicherheit bemerkte mit der ein jeder Mensch sich bewegte. Manche wollen nicht gesehen werden und manche wollen es umso mehr. Die Kunst besteht darin die Menschen zu sehen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen und nicht entdeckt zu werden. Nur dann ist das Gesehene rein und ohne Täuschung. Viele Menschen verstellen sich. Doch sind sie mit sich allein, können sie sie selbst sein. Tyrus studierte die Menschen von der Ferne schon lange, doch selten aus der Nähe. Das Studieren der Tiere erwies sich für ihn nicht so interessant wie er mit einem erneuten Blick auf die Kniesel feststellte. Mit dem daraus erlangtem Wissen konnte er nicht so viel anfangen. Daher wand e sich wieder dem Jungen zu und betrachtete ihn eingehend. Er zog Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Schülern und fand die Vielfältigkeit der Menschen faszinierend.
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Schicksal

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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Do 21 Jul 2016 - 20:34

Aus dem Hinterhalt...-

Plötzlich ertönt ein Knacken im Gebüsch und ehe einer der Zauberer etwas unternehmen konnte, war der Hund wieder zurück und griff sie an. Seine Augen glühend, seine scharfen Zähne gebleckt, schien er es nur darauf abgesehen zu haben sie zu attackieren und an ihnen hoch zu springen. Dieses Mal fest entschlossen seine Beute nicht aus den Augen zu lassen!
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Sa 30 Jul 2016 - 16:57

Ich war mir der Blicke des anderen stets bewusst, als er beflissentlich seine Aufgabe erledigt hatte und wir beide vor den Knieseln saßen und uns anschwiegen. Auch wenn ich keinen Sinn darin sah mich zu unterhalten, kannte ich nur wenige die es für ebenso mühselig hielten, doch mir machte das Schweigen nichts aus.
Ich spielte mit den Jungen indem ich sie meine Hände jagen oder ihren Hinterlauf packte und sie sich freikämpfen ließ, dabei beobachtete ich aus den Augenwinkeln, wie der andere den Blick durch den Wald schweifen ließ.

Ein komischer Geselle nicht wahr?, höhnte die altbekannte eisige Stimme. Er könnte du in etwas größer und ein wenig stumpfsinniger sein!


Ich verdrängte die Gedanken meiner schlechteren Hälfte und konzentrierte mich wieder auf die kleinen, die mich an ihrer aufgeweckten und fröhlichen Art immer wieder an einen gewissen Jungen aus Gryffindor erinnerten. Damals war die Ähnlichkeit noch größer als vielleicht heute… denn er war es gewesen, der mich mit dieser impulsiven, lebensfrohen Weise angesteckt hatte. Er hatte mit seinen wenig durchdachten Ideen und seiner Neugier meine Instinkte und meine Zuneigung geweckt, die ich eigentlich schon für gestorben gehalten hatte. Dabei war ich noch so jung gewesen…-
Ein Teil dieser Neugier besaß er immer noch, doch die schwierigen Zeiten – die Zeiten von denen wir beide nicht sprachen, die aber dennoch immer über uns schwebten – hatten diese Impulsivität eingeschränkt. Sie hatten sie nicht vernichten können, aber ich spürte, dass er jetzt über mehr Sachen nachdachte, als er vorgab. Ich sah die Ernsthaftigkeit in seinen Gesicht, wenn er wieder über etwas nachgrübelte, dass er eigentlich hätte ruhen lassen können.

Irgendwann wi – wird jeder ma – ma – mal erwachsen, nicht wa – wahr?

Genau und auch wenn es bei mir selber viel zu früh der Fall gewesen war, hätte ich es ihm gegönnt, dass er wenigstens diese Schule noch hätte erleben können ohne die ganzen schlimmen Erfahrungen…

Aber immerhin hat er eine Familie gefunden… er sieht do – doch glücklich aus.

Ich begann die Kleinen zu streicheln, die sich inzwischen k.o. vom Toben auf meinen Schoß begeben hatten und einen leisen schnurrenden Laut von sich gaben. Die Blicke des anderen Ravenclaws lasteten wieder glühend auf mir, doch auch dieses Mal drehte ich mein Gesicht nicht zu ihm. Ich wusste nicht genau wieso, aber irgendetwas gab mir die Gewissheit, dass er genauso wenig reden wollte wie ich und auch wenn ich dies etwas befremdlich fand, war es doch ganz angenehm. Solche Menschen gab es nicht viele – das musste ausgekostet werden.
Ein stechender Geruch schoss mir in die Nase und ich spürte meine Magie aufwallen, als mein Inneres abrupt von etwas verdrängt wurde, was urhafter und tierischer war.
Mein Körper fuhr auf und etwas in meiner Kehle bildete einen tiefen, knurrenden Laut. Die Kniesel von meiner Reaktion aufgescheucht drängten sich wieder zusammen und dann sah ich ihn.
Ich packte den Arm des anderen, der nicht schnell genug reagierte und riss ihn mit einer Kraft zurück, die nicht ganz alleine mir gehörte, sodass der erste Angriff des Hundes, der gegen uns gerichtet war daneben ging.
„Los doch weg mit euch! Wir halten ihn auf!“, sagte ich zu der Knieselfamilie, als könnten sie mich verstehen und als die Mutter ein tiefes gurutales Geräusch ausstieß, antwortete ich genau in demselben Ton.
Während sie sich langsam mit ihren Jungen zurückzog schob ich mich in das Blickfeld des wildgewordenen Hundes der wieder zum Sprung ansetzte und spannte die Muskeln an.
„Worauf wartest du, los! Nimm deinen Zauberstab und flieh schon!!"
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Tyrus Tenebris
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Mo 7 Nov 2016 - 17:08

Plötzlich hörte Tyrus ein Knacken im Unterholz und erschrak. Tyrus fuhr herum und sah voller Entsetzen, dass der schwarze Hund mit den glühend roten Augen zurückgekehrt war und wie ein unheilverkündender Schatten auf sie zu geschossen kam. Er attackierte sie nochmal.
Die kleinen gerade erst eingedösten Jungtiere fuhren auf, wie der Junge auf dessen Schoß sie geschlafen hatten, welcher plötzlich zu knurren anfing. Er packte meinen Arm und zerrte mich aus der Schusslinie des Monsters, sodass der erste Angriff zum Glück verfehlte. Wieder sprach er mit den Knieseln, um sie fort zu scheuchen. Die Mutter knurrte und er erwiderte das Knurren ihrerseits. Daraufhin zog sie sich langsam mit ihren Jungen zurück. Der Hund setzte zu einem neuen Sprung an und der Ravenclaw neben mir machte sich bereit, als würde er gleich mit ihm kämpfen wollen. Seine Muskeln waren angespannt. Irritiert sah Tyrus ihn nur an und zog stattessen wieder seinen Zauberstab. Darauf kam er selbst, auch wenn der Junge ihn nochmal darauf ansprach, doch hatte Tyrus nicht vor zu fliehen. Mit einem entschlossenen non-verbalen 'bombada maxima' richtete er seinen Stab auf den Hund. Die Explosion, die darauf folgte lies nicht nur den Hund in hohem Bogen durch die Luft fliegen. Auch Tyrus und sein Hauskamerad wurden etwas von der Wucht nachhinten gerissen und es haute Tyrus von den Füßen. Als er mit dem Kopf auf dem Boden aufschlug, wurde alles schwarz.
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Sa 19 Nov 2016 - 7:48

Ich nahm die Bewegung neben mir war und fuhr zu meinem Mitschüler herum, der den Zauberstab herausgezogen hatte.

Was macht der Idiot denn da?! Weiß er nicht dass man Höllenhunde nicht mit Magie angreift?!

Ich wollte nach dem Stab greifen und ihn anschreien, dass er das lassen sollte, doch noch ehe der Junge einen Zauber ausgesprochen hatte, entlud sich die Magie und schleuderte sie und das Tier vor ihnen zurück. Es schien wirklich zu stimmen, was man über die Höllenhunde sagte, denn der Zauber prallte mit selber Intensität auf uns zurück, wie er auch das Tier traf.
Mein Rücken traf einen Baum und ich ächzte, als mit beinah die gesamte Luft aus den Lungen gepresst wurde. Einen Augenblick glaubte ich ersticken zu müssen und sank japsend ins Gras, ehe der Druck in meiner Brust wieder nachließ. Die schwarzen Punkte, die vor meinen Augen aufplatzten und meine geschundene Kehrseite ließen mich eine Weile wie niedergestreckt im Gras liegen bleiben. Mein Kopf fühlte sich wund an, so als hätte ihn jemals mehrmals mit voller Wucht gegen die Wand geschlagen und meine Gliedmaßen waren merkwürdig weich – beinah wie Gummi. Für einen Moment glaubte ich, dass ich das Bewusstsein verlieren würde, doch dann setzte der Schmerz ein und ich zischte leise auf.

Ich will ja nichts sagen, aber ich glaube das Vollgenie hat sich selber ausgenockt, lachte die gehässige Stimme in mir und ich versuchte meinen Blick zu fokussieren, was mir jedoch nicht gelingen wollte.
Ich legte meinen tonnenschweren Kopf in das Gras und schloss für einen Moment die Augen. Schmeckte ich da Blut?
Meine Gedanken wurden immer träger und ich spürte den gleißenden Schmerz in meinen Becken nur noch dumpf… immer dumpfer, als ich abtrieb ohne es zu wollen.
Der Strudel der mich in die Schwärze ziehen wollte, war so nah wie schon sehr lange nicht mehr und das erste Mal hatte ich nicht mehr die Kraft ihm zu wiederstehen und gab einfach auf.
Mein Bewusstsein löste sich von meinen Körper und wurde in die Dunkelheit getragen, die es beinah völlig verschluckte.







Eine nasse Schnauze weckte mich aus meinen undefinierbaren Zustand zwischen Wachsein und Ohnmacht. Was zur Hölle?
Ich blinzelte und musste mir stöhnend mein Arm über die halb geöffneten Augen legen, weil das Licht Granaten in meinem Kopf explodieren ließ, doch ich hatte die Umrisse erkannt.
„Geena?“ Ich hörte das leise Schnauben und spürte wieder die nasse Schnauze die mich anstieß. „Kannst du mir mal helfen?“
Meine Stimme klang rau und gebrochen wie zerrissenes Sandpapier, doch mit Hilfe des Thestrals konnte ich mich aufrichten und zu meinen Mitschüler taumeln. „Hey…“
Kurz stutzte ich weil mir sein Name nicht mehr einfallen wollte, den er mir eben genannt hatte. „Tyrus?“
Ich überwand mich und schüttelte vorsichtig an seiner Schulter. Seiner Blässe nach zu urteilen war er ähnlich hart aufgekommen wie ich. „Kannst du mich hören? Dann sag was!“ Wieder rüttelte ich ihn und versuchte meine wirren Gedanken zu sortieren. Etwas das leichter gesagt als getan war, wenn man Kopfschmerzen hatte, die sich mieser anfühlten als jeder Kater und so groß wie ein Kontinent zu sein schienen.
„Geena ich glaube du musst mir helfen ihn zu tragen, machst du das?“
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Sa 19 Nov 2016 - 13:43


Wie von weiter Ferne und durch eine dicke Decke aus Watte glaubte er seinen Namen zu hören. Dann vernahm er eine Berührung an der Schulter, welche etwas geschüttelt wurde. Die Bewegung seines zuvor regungslosen Körpers half ihn wieder etwas mehr ins Hier und Jetzt so gelangen. Er versuchte seine Augen zu öffnen, doch seine Augenlider zuckten nur ein wenig und wollten seiner Aufforderung nicht ganz Folge leisten. Langsam fing er an seinen Körper wieder vollständig wahrzunehmen und mit dieser Wahrnehmung kam auch ein Gefühl von Schmerz. Sein Kopf musste verletzt sein. Ein stechender Schmerz strahlte von seinem Hinterkopf aus. Die Erinnerung kam wieder. Dieser Hund, dessen Gleichen er noch nie gesehen hatte, hatte sie wieder angegriffen und die Wucht seines Zaubers hatte ihn von den Beinen gerissen. Er hatte sich den Kopf angeschlagen und wohl das Bewusstsein verloren. Nun da Eliots Stimme ihn fragte, ob er ihn hören konnte, kam es wieder zurück. er öffnete seine Lippen, um etwas zu sagen und somit seiner Aufforderung folge zu leisten, doch mehr als ein leises Stöhnen verließ nicht seinen Mund. Nochmal würde an seinem Körper gerüttelt. Ein weiterer Schmerzenslaut erklang. Diesmal lauter, so dass man es auch hörte. Eliots Stimme fing wieder zu reden an. ‚Wer zur Hölle war Geena?‘, schoss es Tyrus durch den Kopf. ‚Hatte jemand aus Hogwarts sie gefunden?‘ Er versuchte nochmal mit aller Willenskraft seine Augen zu öffnen und erkannte nichts als Eliots schemenhafte Silhouette im Licht, das ihn blendete.
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Mo 9 Jan 2017 - 16:43

Ich sah das zucken seiner Augenlider und nahm wenige Minuten später das schmerzvolle Stöhnen war, was meinem Mitschüler von den Lippen rann. Ob er schwer verletzt war?
Im Augenblick war nichts zu sehen, als der wenige Schmutz auf seinem Gesicht, aber ich war nicht so naiv mich davon täuschen zu lassen immerhin sah ihn nicht von jeder Seite und das Risiko ihn herumzudrehen war mir noch zu groß. Vielleicht hatte er durch den Zauber auch innere Verletzungen abbekommen, wer wusste das schon genau?!

Selber Schuld, murmelte die gehässige Stimme tief hinten in meinen Kopf. Wenn er mit seiner Magie nicht umgehen kann, sollte er nicht mit Zaubern um sich werfen! Das ist ja allgemein gefährlich!!

„Beweg dich nicht zu viel, ich bringe dich erst einmal in den Krankenflügel...“, riet ich ihm und schob meine Hand unter seine Knie um Gaisier dabei zu helfen ihn vorsichtig hochzuheben. In meiner Aufregung hatte ich noch nicht einmal bemerkt, dass inzwischen die gesamte Herde der Thestrale um uns herum war. Angelockt durch die Geräusche oder auch durch den Geruch des Blutes, das mir noch immer über den Arm rann. Doch ich beachtete es genauso wenig wie die Schmerzen die durch meine wahrscheinlich geprellte Schulter schossen, als ich die Beine des Jungen vor mir hochhob. „Hilf uns ein wenig, wenn du kannst okay? Halt dich an Geenas Hals fest und versuch deinen Kopf so wenig wie möglich zu drehen... Mit Kopfverletzungen ist nicht zu spaßen!“
Wie es sich herausstellte konnte er uns helfen, zumindest ein wenig und obwohl es einige Zeit dauerte, lag er irgendwann auf Geenas Rücken; seitlich mit den Armen um ihren Hals und den Beinen auf einer Seite hinunter hängend. Ich stützte seinen Oberkörper und sah nun zum ersten Mal das getrocknete Blut auf seinem Hinterkopf inständig hoffend, dass die Wunde nicht so schlimm war wie es auf den ersten Schein wirkte, denn da war eine Menge Blut.
Auch wenn ich wusste, dass Kopfwunden sehr lange und stark bluteten, bekam ich es doch ein wenig mit der Angst zu tun. Nicht nur weil es vielleicht bleibende Schäden bei meiner neuen Bekanntschaft auslösen konnte, sondern auch weil ich befürchtete der Geruch des Blutes könnte auch andere Tiere als die Thestrale anziehen. Wir waren zwar noch immer weit weg von der Grenze, der den harmlosen Teil des Waldes vom Mordred (wie ich ihn insgeheim immer nannte) trennte, aber dennoch waren auch hier manchmal unliebsame Tiere unterwegs.
„Los beeilen wir uns!“, murmelte ich Geena zu und blickte dann zu ihrem Gefährten. „Gebt ihr uns Geleit, solange bis wir aus dem Wald sind?“
Er hab ein Wiehern von sich und als ich den laut imitierte, lösten sich ein paar der anderen Thestrale von der Gruppe und trabten vor uns her. Zwei vorne, Geena und ich in der Mitte, Gaisier an der rechten, Garloff an der linken Seite und zwei weitere hinter uns. So zogen wir los und ich bewunderte von neuem den außerordentlichen Spürsinn dieser Tiere. Sie hatten eine ureigene Intuition für Situationen, die unmagische Tiere wahrscheinlich nie hätten erfassen können. Und auch wenn einige daran zweifelten, ich wusste das sie bestimmte Worte der Menschen sehr genau verstanden.
„Ihr habt echt was gut bei mir...“, murmelte ich, ehe ich mich Tyrus zuwandte. „Halt noch ein wenig aus, okay? Wir sind bald da... nur noch ein wenig...“

In diesem Zug erreichten wir die Grenze des Waldes, wo sich der Rest von Geenas Gruppe von uns löste und ich mit dem Thestral an meiner Seite so laut um Hilfe rief wie ich konnte. Es dauerte nicht lange bis  einige Schüler und ein Professor auf mich und den Verletzten aufmerksam wurden und ihn mir zu meiner Erleichterung abnahm. Und auch wenn ich nicht umhin konnte, selber einer kleine Untersuchung durch die Heiler zu entgehen, war ich denn noch glücklich zu glimpflich davongekommen zu sein!
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BeitragThema: Re: Freunde wachsen nicht an Bäumen!   Mo 9 Jan 2017 - 16:58

Kein Entkommen...-

Noch ahnt niemand was genau dort ins Schloss gebracht wird. Es ist unauffällig, gleich einem Schatten und befällt jene, die einen Moment nicht achtsam sind. Die ihren Geist schweifen lassen und schwäche zeigen. Es kommt im Schlaf und fällt über die Menschen her wie ein Wolf. Es ernährt sich von ihren Gedanken und Ängsten und es wächst durch Aggression und Mord.
Es ist gleich einem Schatten, der über die Haut gleitet - sanft und ungreifbar wie Wasser. Beim ersten hinsehen kann man es für ein Muttermal oder ein Lichteinfall halten, aber das was es braucht und macht ist anderer Art. Seine Sehnsucht überträgt sich, genau wie seine Schwärze.

Ja, das was dort Einzug hält mag zwar noch schwach und klein sein, doch es will wieder wachsen. In den Mauern der Menschen, die niemals ohne Streit sein können, will es neue Kräfte erlangen um wieder zu herrschen und sich Stück für Stück das zurückzuholen, was ihm gehörte!!
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