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 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen

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Ryan Goodwill
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BeitragThema: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   So 22 Nov 2015 - 15:18

Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen!
Helena, Farine und Ryan | Während der Trauerfeier für Evanora und Connor

Die schwarze Lederjacke wurde geschlossen getragen und die Kapuze des darunter getragenen Pullovers verdeckte das Gesicht des Ravenclaws so gut wie möglich. Es war riskant sich nach Hogwarts zu begeben und Ryan wusste, dass er nicht erkannt werden durfte. Allerdings konnte er nicht vom Schloss fern bleiben. Zu groß war das Bedürfnis die Gerüchte von Evanoras Tod auf seine Richtigkeit zu überprüfen. Die allgemeine Laune der Schüler verriet nichts, aber was hatte das schon zu bedeute? Schließlich war es kein Geheimnis, dass die Meinungen über Ryans Cousine mehr als nur gespalten waren. Mason war der zweite im Bunde der angeblich verstorbenen. Auch sein Tod würde wohl nicht die gesamte Schülerschaft in Trauer versetzen.
Als der Metamorphmagus mit gesenktem Blick die große Halle betrat. Es war Healy, eine Freundin von Eva, welche eine Rede hielt. Es stimmte also, die jüngste Swan war gestorben. Es wäre eine Lüge, wenn er behaupten würde, dass ihn der Tod der Cousine besonders belasten würde, denn die Konfrontationen mit Eva waren in den letzten Jahren immer schlimmer geworden. Dennoch ließ es ihn auch nicht vollkommen kalt, denn er wusste, dass in Evanora auch ein anderes Mädchen existierte, was mit der verblendeten und klischeeerfüllenden Schlange nichts gemeinsam hatte. Damals vor der Einschulung hatte er dieses Mädchen in der Winkelgasse getroffen. Sie hatte ihm die Zaubererwelt gezeigt, welche Ryan zu diesem Zeitpunkt kaum kannte. Sie waren gemeinsam für das erste Jahr in Hogwarts einkaufen und hatten viel Spaß an diesem Tag. Das ganze endete an dem Punkt, als sie auf Evanoras Mutter trafen. Septima erkannte ihren Neffen und machte kein Geheimnis daraus, dass ihr Hass auf ihn nicht schwächer war, als ihr Hass auf ihre Schwester, also Ryans Mutter. Septima Swan hatte den Geist der kleinen Evanora vergiftet. Sie hat sie mit Hass gefüttert, welcher nie Evas eigener war. Das hat sie verändert und hat dem kleinen Mädchen nie die Möglichkeit gegeben sie selbst zu bleiben. "Ist ja fast schon witzig, dass alles was mit dir verwandt ist langsam aber sicher den Löffel abgibt", feixte Elija, welcher noch immer an Ryans Seite war. Eine Antwort oder jegliche Reaktion sparte der Junge sich. Es würde nicht seiner Unauffälligkeit dienen, wenn er sich mit jemandem unterhielt, der für andere unsichtbar war.


Zuletzt von Ryan Goodwill am Di 9 Aug 2016 - 0:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   So 22 Nov 2015 - 18:00

Trauerfeier, zu viele Trauerfeiern hatte sie schon in Hogwarts mit erlebt. Killer saß neben ihren Füßen auf dem Boden, hinten in der letzten Reihe. Helena hatte nicht den Drang vorne zu sitzen, Luna saß neben Killer auf dem Boden, sie war gespannt, was hier geschah und die beiden machten kein Geräusch. Es war still in der Halle, niemand redete, als Farine sprach. Helenas Augen gingen zu Chester, er stand hinter ihr, vorne am Lehrertisch. An Sylvester hatte er sie nicht gesehen, sie war nicht gekommen, ohne Begleitung wollte sie nicht gehen. Sein Kleid lag gut zusammengefaltet in ihrem Schrank, ohne Fleck, ohne Dreck. Vielleicht hätte sie hin gehen sollen, aber nach der Trennung mit William wollte sie nicht auf eine solche Veranstaltung. Unschöne Erinnerungen, unschöne Bilder würden auftauchen und sie hätte den Drang nicht widerstehen können, Chester zu umarmen. Selbst jetzt war dieser Drang da, in Schützende Arme.

Jenny trat nach vorne, Helena kannte die Toten nicht, vielleicht vom Hören oder Sehen, aber ein Wort hatte sie noch nie mit ihnen gewechselt. Killer lehnte den Kopf an ihr Bein, ihre Augen schauten zu ihm hinunter und ihr neuer schwarzer Pulli, wirkte nicht so kaputt und abgenutzt wie ihre alten. Die rotblonden Haare lagen offen auf ihrem Rücken und die schwarze Jeans passte zu den Farben der anderen. Sie war richtig angezogen, schwarz, wie immer. Als würde ihr Leben eine einzige Trauerfeier sein. Als erstes bemerkte sie nicht die Kaputzengestalt an der Tür, niemand bemerkte sie, niemand schaute nach hinten. Sie war wie ein Geist, niemand nahm sie wahr.

Erst als neben sich Luna bewegte, schaute das Mädchen zu der Katze, diese hatte sich erhoben und schlich auf allen Vieren zum Ausgang. Helena folgte ihr mit den Augen, als sie die Gestalt erblickte. Sie brauchte nicht lange nach zu denken, eine Katze würde den Besitzer sofort erkennen. Ryan. Helena bewegte sich leise, ohne aufsehen zu erregen, sie wollte das ganze hier nicht stören. Die Menschen sollten inruhe Trauern können. Zum Glück war sie hinten gewesen, sie musste sich nur umdrehen und nach rechts gehen, genau das Tat sie. Vielleicht sahen sie ein paar Lehrer, wenn sie nicht fixiert auf Jenny waren, aber nur vielleicht. Luna stand vor Ryan und Killer folgte ihr, ganz leise blieb sie neben Ryan stehen.

Ryan, er sah noch aus wie Ryan, aber in seinen Augen wirkte er nicht mehr wie der fröhliche Junge aus letzter Zeit. Nicht der Junge den sie kennen gelernt hatte. ,,Komm mit, Ryan, oder ich schrei die ganze Halle zusammen.“ Ungewohnt für Helena, packte sie grob sein Handgelenk und zog ihn mit sich. Er wollte keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, Killer und Luna waren ihnen auf den Fersen.
Draußen auf dem Hof schlug die kalte Luft entgegen, sofort lies sie seine Hand los und schaute den Jungen an.
,,Das du wagst her zu kommen, du hinterlässt genau so wie William nur einen Brief und deine Katze?! Sehe ich aus wie die Post und ein Tierheim Ryan? Deine Katze gehört dir, du hast die Verantwortung und du lässt sie einfach stehen nur um mit William auf Kriegspfad zu gehen? Ihr hättet sterben können! Ihr könnt froh sein wenn ihr nicht von der Schule fliegt, gott was ist mit euch Jungs los! Schaltet mal euren Kopf ein, denkt ihr wirklich ihr helft so irgendwem?! In dem ihr das tut?!“ Sie wurde lauter, redete auf Ryan ein und war wütend.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   Di 24 Nov 2015 - 21:40

Ryan verzichtete darauf sich zu setzen. Er hielt sich in der Nähe der Tür auf und beobachtete den Verlauf der Trauerfeier. Sogar seine Tante und sein Onkel waren da. Septimas Tränen schienen echt. Ihren Mann kannte der Metamorphmagus nicht gut genug, als dass er beurteilen könnte, ob er aus Trauer oder aus Imagegründen da war. Der Freitod von Mason und Swan war rein wirtschaftlich gesehen eine nicht gerade bedeutungslose Sache. Schließlich waren sie die Nachkommen zweier großer Familien, welche konkurierende Imperien führten. Mason wäre sogar der Erbe des Mason-Imperiums gewesen. Eva hatte ältere Geschwister, weshalb es bei ihr nicht so war. Dennoch war Ryan sich sicher, dass beide Imperien den tragischen Tod der Kinder nutzen würde, um daraus Profit zu schlagen. Zumindest Evanoras Sippschaft traute er es zu. Es war eine Schande, dass er mit diesen Reinblutfanatikern Verwandt war. Ein Großteil seines Stammbaums gehörte dieser verachtenswerten Ideologie an. Einige waren vermutlich sogar Mitglieder jener Organisation, welche Ryan mittlerweile jagte. "Du weißt schon, dass ich jeden Gedanken mitbekomme? So denkst du also über mein Lebenswerk?", fragte Elija, welcher die Wurzel dieses Stammbaums war, mit gespielter Trauer im Blick, bevor er wieder dreckig zu grinsen begann. "Na ein Glück habe ich mich dem einzigen Lichtblick und der Krone dieser Dynastie angeschlossen", spottete er und lachte Ryan förmlich aus. "Bleib auf dem Teppich Goodwill!"
Bevor der Junge irgendeine Reaktion zeigen konnte, blickte er nach unten, da ihn etwas am Bein berührt hatte. Es war Luna, welche in den letzten Wochen unter Helenas Obhut stand. Die blonde Ravenclaw schien ihn ebenfalls entdeckt zu haben und stand schon bald neben ihm. "Oh, Ryan wird von kleinen Mädchen bedroht", lachte Elija, als Helena drohte ihn auffliegen zu lassen. Er hatte allerdings keine Wahl, als ihr zu folgen. Einerseits, weil er unbedingt inkognito bleiben wollte und, weil sie sein Handgelenk so fest umklammerte, dass er ohne Gewalt gar nicht von ihr weg käme. Er auf dem Außengelände ließ die Mitschülerin ihn wieder los und verhinderte, dass er das Wort ergriff, indem sie ihn mit einer Standpauke überraschte. Er hatte vieles erwartet, aber die Worte der Ravenclaw verwirrten ihn etwas. 'Ich ziehe los um Todesser zu töten und du meckerst wegen einer Katze?' Gedanken, welcher er nicht aussprach. Sie würden sicher nicht zur Deeskalation der Situation führen. "William! Ist er gut angekommen? Wie geht es ihm?", griff sie einen Aspekt ihrer Standpauke auf. Er hatte sich damals auf höchst unschöne Weise von seinem Begleiter getrennt und wusste nicht, was dieser danach getan hatte.
Erst jetzt versuchte er sich zu erklären, auch wenn seine Hoffnung gering war, dass Helena seine Worte akzeptieren würde. "Ja, ich werde damit sogar vielen helfen. Ich will dir keine Details verraten. Einfach weil ich dich damit nicht belasten will..." Er trat langsam von der Blonden zurück und versuchte Abstand aufzubauen. Sobald er sich verwandelt hatte, würde er schnell flüchten können. Allerdings durfte Helena dann nicht mehr nach ihm greifen, weshalb die Distanz wichtig war. "Es gibt auf dieser Welt Dinge, die vernichtet werden müssen. Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen und das möchte ich verhindern. Das ist meine Aufgabe. Ich kann nicht noch mehr Menschen verlieren." Langsam aber stetig schritt er von der Blonden zurück. "Halts Maul und hau ab! Jetzt! Lass dir die Chance nicht entgehen!" Elija hatte recht. Der Abstand war nun groß genug und er hätte sich aus dem Staub machen können, aber da waren Worte, welche er loswerden musste, weshalb er noch kurz stehen blieb. "Bitte sag Vanessa, dass ich sie nie vergessen habe. Sie bedeutet mir alles und ich werde zu ihr zurückkehren. Ich flehe dich an es ihr zu sagen." Eine Träne lief seine Wange hinab und er hoffte auf eine Regung der Blonden. Ein Zeichen, dass sie seiner Bitte nachkommen würde. Denn obwohl er es erfolgreich geschafft hatte sämtliche Emotionen zu verschließen und zu verbannen, gab es diese eine Mädchen, welches der Schlüssel war, um diese wieder zu befreien. Allein der Gedanke an Vanessa ließ ihn alle Gefühle spüren, welche sonst tief in seinem Inneren verschlossen waren.
Dass seine Worte genutzt werden würden, um ihn an der Flucht zu hindern hätte er nicht gedacht, aber schon bald würde er schlauer sein.
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   Do 3 Dez 2015 - 15:25

Von diesen wahnhaft gestörten Geist, bekam sie nichts mit. Zum Glück, der würde ihr den gar aus machen. Helena war wütend, nicht nur das Ryan einfach weg war, wütend auf alles. Das er Luna alleine gelassen hatte, William, einfach ins Blinde rein ist ohne sich zu Verabschieden.
,,LENK JETZT JA NICHT AB. Denkst du wirklich du kannst einfach so verschwinden, Luna bei mir lassen? Du bist verantwortungslos! Habt ihr beide denn nicht gemerkt das es andere, sinnvollere Lösungen gibt? HAT EINER VON EUCH BEIDEN ÜBERHAUPT DEN KOPF EINGESCHALTET , BEVOR IHR LOS GERRANNT SEIT UND EURE ZUKUNFT AUFS SPIEL SETZT!!! Habt ihr nur eine Sekunde an die Folgen eures Handelns gedacht? An andere Wege?!“ Helena kochte vor Wut, wurde lauter und etwas das man von Helena nicht kannte. Sie wurde wütend, aber wenn dann suchte sie sich einen Ort wo sie es raus lassen konnte, trat irgendwo dagegen, doch das ging hier nicht. Er tauchte einfach so auf, nach allem.

,,Aber zu deiner Frage, es geht ihm den Umständen entsprechen, aber den Rest kannst du ihm selbst sagen, wir haben uns getrennt!“ Helena hatte es nicht ausgehalten, das er sie einfach verlassen hatte, das er ihr es angetan hatte trotz allem was er wusste. Er hatte versprochen nie zu gehen und dann rannte er einfach so davon und lies sie Tage lang angst haben, Tage lang diese Verlustängste erleiden und jetzt selbst wo er da war, waren sie immer noch da. Das Ganze letzte Jahr, die ganze Arbeit war kaputt gegangen. Die ganze Angstbekämpfung, alles. Sie umarmte nicht mal mehr Chester, Ryans Handgelenk war aus purer Wut angefasst worden, sie hatte es nicht mal realisiert.

,,DU HILFST NIEMANDEN WENN DU STIRBST RYAN GODDWILL!“, Helena war wütend, nein wütend war kein Ausdruck. Hatten diese Jungs nicht mal einen Krümmel an andere Gedacht? An seine Freundin, seine Zukunft? Helena wusste wie es war keine zu haben und sie setzten ihre einfach so aufs Spiel.
Selbst schritt sie ihm nach, lies nicht zu das er einen totalen Abstand aufbaute.
Ihre Hand rutschte aus, traf seine Wange und Killer miaute laut auf, als der Laut der Ohrfeige über den Schulhof hallte. Wieso hatte sie das getan, sie hatte jemanden verletzt! Wieso wurde sie so wütend! Helena hielt diese Wut nicht mehr aus, sie war so groß gewesen wie der ganze Schmerz in ihrem innern.
,,Nichts muss vernichtet werden! Töten ist keine gute Sache Ryan!“ fuhr sie ihn an, wenn er jemanden tötete, egal ob dieser es verdiente, fügte er anderen Menschen einen Schmerz zu, den Helena niemanden wünschte.

,,Ich sage es ihr, aber du wirst es ihr selbst sagen können!“ Wütend schaute sie zu ihm hinauf, er sollte es seiner Freundin selber sagen, Vanessa hatte sicher den selben Schmerz, die selben Angst um ihn, wie sie um William.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   Do 3 Dez 2015 - 21:36

Natürlich verstand sie ihn nicht. Ryan musste manchmal selber inne halten und sich seine Ziele neu vor Augen führen, um seine eigenen Entscheidungen vor sich selbst zu rechtfertigen. Sie hielt ihn für egoistisch, aber war es Egoismus, wenn man sein Leben aufgab, um anderen ein sicheres Leben zu schenken. Natürlich waren da noch Menschen, denen er etwas bedeutete, wenn es auch wenige waren. Doch würden diese besser in einer Welt ohne ihn zurechtkommen, als in einer Welt, welche von Schatten und Dunkelheit beherrscht wird. Er konnte nicht aufhören. Er konnte nicht in Hogwarts bleiben und Helena musste ihn unbedingt gehen lassen. "Ich mache das alles nicht, weil es mir Spaß macht. Es gibt Rechnungen zu begleichen, die keinen Aufschub erlauben. Es gibt Dinge, die unsere Welt infizieren und sie muss befreit werden. Was ist schon ein verlorenes Leben, wenn man dadurch viele andere rettet. Alles hat seinen Preis und ich bin bereit den Preis zu zahlen, welcher euch in Sicherheit leben lässt. Meine Situation zwingt mich quasi dazu." Doch für eine Flucht war es zu spät. Helena hatte sein Handgelenk gegriffen und hielt dieses fest umklammert, so dass der Metamorphmagus sich nicht befreien konnte, ohne Gewalt anzuwenden. Allerdings wollte er der Mitschülerin keinen Schaden zufügen. Es musste also einen anderen Weg geben.
Die Neuigkeit über die Trennung von William und Helena missfiel dem Ravenclaw sichtlich. Er war es, welcher William von seinem Rachefeldzug erzählt hatte. War er nicht auch auf gewisse Weise schuld, dass der Dachs sich angeschlossen hatte? "Es ist meine Schuld. Nimm ihm seine Entscheidung nicht so übel. Er ist treuer Mensch, das weißt du. Er wollte mir nur ein loyaler Freund sein. Hasse mich wenn du möchtest, aber bitte verzeih William." William hatte es nicht verdient für seine Loyalität einen derart hohen Preis zahlen zu müssen. Nie hätte der Metamorphmagus zustimmen dürfen, als der Dach vorschlug ihn zu begleiten. Nun war es jedoch zu spät und Ryan konnte nur hoffen den erzeugten Schaden zumindest teilweise wieder zu reparieren.
"Mein Tod würde aber auch niemandem im hohen Maß schaden", stellte er demütig fest. Vermutlich wäre Vanessa die einzige, welche ehrliche Tränen vergießen würde. Er hatte sonst niemanden mehr. In dem Moment traf ihn vollkommen unerwartet eine Ohrfeige. Seine Wange wurde von einem warmen und pulsierenden Schmerz erfüllt und er schaute Helena nun genau in die Augen. "Pass auf ihr Knie auf! Es wäre zu schade, wenn ein unüberlegter Angriff meine schöne Blutlinie beenden würde", spottete Elija, welchen die Ohrfeige herrlich amüsierte. Ryan schwieg. Er wartete, bis die Blonde ihm versicherte seine Nachricht an Vanessa weiterzugeben. Dann war es Zeit zu flüchten und das würde nicht funktionieren, so lange Helena in der Lage war ihn festzuhalten. Er schaute sie aus seinen braunen Augen an und sprach leise: "Es tut mir leid." Zeitgleich zog er den Zauberstab aus der Tasche und richtete das schwarze Holz auf die Mitschülerin. "Ilico dormi", flüsterte er, um Helena in einen tiefen Schlaf zu versetzen. Er ließ sie jedoch nicht fallen. Sofort fing er den schlafenden Körper ab und trug die Schülerin in die Eingangshalle des Schlosses. Auf keinen Fall sollte sie erfrieren. Dort legte er sie ab, damit man sie bald finden würde. Der Kater der Ravenclaw fauchte ihn an und wich nicht von Helenas Seite. Nach einem letzten Blick ins Schloss lief der Junge wieder nach draußen. Dass die Schulleiterin ihn bereits im Blick hatte, wusste er nicht.
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Farine Chantealee
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BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   Fr 4 Dez 2015 - 11:52

Gemeinsam mit einem der Schulräte lief die Professorin für Astronomie und derzeitige Schulleiterin von Hogwarts über das Gelände der Schule. Ihr Kopf war leicht geneigt, die Füße trugen sie ohne dass sie darüber hatte nachdenken müssen. Ihr Kollege Professor Wells ist alleine gelassen worden, da der Schulrat einiges mit der jungen Hexe zu besprechen hatte. Er schien einiges aus dem Herzen zu haben und die brünette hörte aufmerksam zu, da der Mann schwitzte, schnell sprach und irgendwie gehetzt wirkte. Malcolm Turkey Prittington war sonst ein stattlicher Mann ende vierzig der einige interessante Ansichten hatte, jedoch keine einzige davon alleine vertreten konnte. Ein wenig erinnerte der Mann sie an Ben Dawnston, ein ehemaliger Slytherin, welcher angeblich – wenn man den Gerüchten glauben konnte – mittlerweile als Assistenzarzt im St. Mungo arbeitete und nur zwei oder drei Jahrgänge über der jetzigen Schulleiterin gewesen ist.

Kurz bevor sie beim Schloß angekommen sind, kam Ihnen jedoch eine ziemlich bitterböse drein blickende Mrs. Prittington entgegen. Sie echauffierte sich über irgendetwas ziemlich lautstark und entschuldigend und wenig begeistert löste sich der Schulrat aus dem Gespräch mit der Professorin welches er gern zu einem anderen Zeitpunkt weiter verfolgen würde, da ihm noch gewisse Dinge unter den Nägeln brannten. Eine ruhige Geste der grauäugigen Französin folgte, ehe einige verabschiedende Worte gemurmelt wurden und Mr. & Mrs. Prittington sich auf den Weg machten von hier weg zu kommen, noch immer war das Organ der Mittvierzigerin deutlich zu hören, wenn auch unverständlich was sie da alles für Salven abschoss und gegen wen die eigentlich wirklich gerichtet waren.

Aber es war der dunkel gekleideten Astronomin in diesem Moment auch ziemlich egal, denn sie sah etwas, was sie nicht erwartet hatte, ein hochgewachsener junger Mann – vermummt – der Helena Wayland – welche man gut erkennen konnte – im wahrsten Sinne des Wortes flach legte. Sie hatte nicht gehört, welchen Zauber der (ehemalige) Schüler genutzt hatte umso beunruhigter war die Sternwanderin, auch wenn die Farbe des Zaubers welcher sich um die Schülerin legte nicht auf einen unverzeihlichen Fluch schließen ließ. Sie beeilte sich dennoch um den beiden zu folgen, denn was es mit dem ganzen jetzt auf sich hatte, ahnte sie in diesem Moment noch nicht. Um schneller zu sein verwandelte sie sich in ihre Animagusgestalt und tauchte erst wieder in der ehernen  Pforte wieder als jene menschliche Hexe auf.

Die Einganshalle war noch – oder auch wieder – ziemlich leer, die meisten unterhielten sich in der großen Halle oder waren schon gegangen, jetzt legte der Schüler die Mitschülerin seines Hauses eben dort ab, und wollte schon gehen, als die kleinere Professorin für Astronomie hinter Ihm auftauchte und den nun gezückten Zauberstab in den Rücken hielt. „Heben sie Sie wieder hoch,“ zischelte die Schulleiterin leise, dass keiner außer dem Schüler die Stimme vernehmen konnte. Noch immer hatte die Astronomin den jüngeren nicht erkannt, wohl weil sie nicht mit eben jenem gerechnet hatte in diesem Moment. Kalt war die Stimme, kälter denn je, unnachgiebig und für eine Frau Ihrer Statur könnte man vielleicht sogar behaupten, dass sie sich bedrohlich anhörte, wenn man sich derartigen Emotionen hingeben wollte. „Keine Sperenzchen, ich zögere nicht meinen Zauberstab zu benutzten,“ mit diesen Worten wartete sie ab, was der – vermeintliche – Unbekannte nun tun würde.

So er sich nicht zu erkennen gab, würde sie Ihn direkt mit dem Stab im Rücken und Helena auf den Armen in Ihr Büro bringen. Wenn er sich jedoch zu erkennen geben würde, würde sie das selbe tun, nur ohne den Stab unnachgiebig in seinen Rücken zu bohren. Noch immer war das gemurmel vereinzelter Personen zu hören, eine Frau schluchzte - wahrscheinlich die Mutter Evanoras - und einige Schüler schienen sich noch über das mysteriöse Ableben der beiden zu wundern. Aber die Französin ließ sich nicht beirren, was man auch deutlich an der Haltung merken würde können.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   Mo 7 Dez 2015 - 20:41

Ryan wollte sich gerade erheben, als eine bekannte Stimme erklang und er einen Zauberstab im Rücken spürte. Dümmer hätte es fast nicht laufen können. Andererseits wäre eine Konfrontation mit jedem anderen Professor noch viel problematischer gewesen. "Sie war plötzlich da. Ich habe sie nicht kommen sehen!", rechtfertigte sich der Urahne. Der Metamorphmagus wusste genau mit welchem Trick die Astronomin dem scharfen Auge Elijas entgangen war. Schließlich war sie seine Mentorin auf diesem Gebiet gewesen. Zunächst schweigend hob der Junge die schlafende Mitschülerin wieder hoch. "Sie schläft nur und ich denke der Stab ist nicht nötig." Er drehte sich ohne Vorwarnung herum. Er vertraute darauf, dass die Schulleiterin seine Stimme erkannte. Die Kapuze blieb weiterhin auf dem Kopf und tief ins Gesicht gezogen. Einerseits, weil ihn hier sonst niemand erkennen sollte und andererseits, weil der schlafende Körper von Helena beide Hände erforderte.
Er folgte der Astronomin und senkte seinen Blick, als Isobel Swan an ihm vorbei lief. Ob die Tränen seiner Tante echt waren wusste er nicht, aber er wusste, dass Evanora ohne sie deutlich besser dran gewesen wäre. Sehen sollte die Schwester seiner Mutter ihn jedoch nicht. Ihre Reaktion wollte er auf keinen Fall in Erfahrung bringen.
Bis sie das Büro erreichten und Helena auf einem Sofa abgelegt war, schwiegen alle Beteiligten. Sogar Elija gab keinen Ton von sich. "Ich werde nicht bleiben. Nur um das schon einmal vorweg zu nehmen." Jetzt erst wurde die Kapuze abgesetzt und das Antlitz enthüllt. "Helena wollte mich aufhalten. Ich habe ihr nichts getan. Sie wird demnächst gut erholt aufwachen."
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Farine Chantealee
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BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   Mo 7 Dez 2015 - 23:57

Ruhig stand die junge Schulleiterin hinter dem hochgewachsenen, die Schülerin wurde von der Gestalt wieder aufgehoben, jene machte, was die brünette Hexe verlangte. Durch diese Haltung konnte sich die Mittzwanzigerin sicher sein, dass zumindest kein Zauber auf sie prallen würde, welcher einen Zauberstab benötigte, und auch wenn, sie saß derzeit am längeren Zauberstab. Oder so ähnlich. Wenn sie schon jetzt wüsste mit wem sie es zu tun hatte, möglicherweise hätte sie anders reagiert. Doch jetzt stand die Frau aufrecht und vollkommen selbstbewusst hinter dem vermeintlichen Angreifer und drückte leicht Ihren Zauberstab in seinen Rücken, bis sie die Stimme hörte. Vertraut. Rauer vielleicht. Gealtert. Aber bekannt. Sie nahm den Stab zurück, behielt diesen jedoch in der Hand. Das Gesicht des Schülers wurde angesehen, umrahmt war dieses noch immer von der Kapuze. Abermals ein leichtes nickten, in eben jener Art die der Ravenclaw von Ihr gewohnt war.

Vorbei an der Tante des jungen Goodwill, sie wusste nur über grobe Familienverhältnisse Bescheid und so ging sie auch nicht weiter auf das alles ein. Der Stab wurde ein wenig verdeckt, während sie mit der schlafenden Helena und dem Ausreißer Goodwill nach oben ging. Beide schwiegen, während sie Ihre Lippen aufeinander presste und leicht das Kleid anhob um nicht auf den Saum zu treten. Leicht wiegend waren die Schritte der Professorin, nicht nur den Schuhen und den Treppen geschuldet, auch der Ihr anerzogene Gang trug dazu bei. Man könnte Ihr ein Buch auf den Kopf legen, es würde nicht hinunter fallen, während sie weiter die Stiegen empor ging. Oben im Schulleiterbüro angekommen wurde aus einem der Stühle eine Chaiselounge gezaubert und Ryan Goodwill konnte den schlafenden Körper seiner Mitschülerin darauf ablegen. Die brünette Hexe mit den grauen Augen schloss mit einer Handbewegung die Türe hinter den beiden, während sie schon in der Mitte des Raumes stand, die Arme vor der Brust verschränkte und den Schüler ansah. Ruhig, kühl, distanziert.

Er zog die Kapuze zurück und Sprach als erstes. „Es ist Ihre Entscheidung, Mister Goodwill.“ Auf die schlafende Helena ging die Professorin nicht weiter ein, sie glaubte Ihm dies, es gab für sie auch keinen Grund es Ihm nicht zu glauben. „Und ich glaube, dass sie das Vermögen, welches die Verbindung der Wahrheiten untereinander einsieht, besitzen, es heißt im eigentlichen Sinne Vernunft.“ Meinte sie ruhig und sah den Adler ruhig an, weiterhin. Sie schoss keine Worttiraden ab, keine Salven von Vorwürfen. Sie sah Ihn einfach nur ruhig an, musterte die Züge des Schülers, während sie langsam die Arme sinken ließ, jedoch die Hände dann in einer fließenden Bewegung hinter den Rücken legte, sich umwandte und zu Ihrem Schreibtisch ging. „Tee, Mister Goodwill und eine kleinigkeit?“ Fragte die Astronomin, mit dem typischen, leichten, französischen Akzent. Dabei erschien schon die Kanne auf dem Tisch.

"Ich bin nicht töricht und werde mich Ihnen in den Weg stellen. Sie sind Volljährig und ob sie gehen oder bleiben, möglicherweise wieder kommen, obliegt ganz allein Ihrer Entscheidung.“ Meinte sie ruhig, blickte den jüngeren aber nicht an. Sie fragte nicht, wie es Ihm ergangen war, sie fragte nicht, warum er jetzt hier war, sie setzte sich nur langsam in Ihren Stuhl und blickte zu dem jungen Mann. Kurz musste sie an ein Lateinisches Sprichwort denken, welches Ihr in dieser Situation gefällig vorkam, welches sie aber nicht aussprach. Errare humanum est. Amicus certus in re incerta cernitur. Laut sprach die grauäugige Hexe nur eines aus, nicht wissend ob er sie verstünde oder nicht. „Quo vadis?“ Dabei sah sie den jungen weiterhin ruhig an, die Hände die zuvor noch auf dem Rücken lagen, waren, als sie sich setzte, zu einer Triangel vor Ihrer Brust geformt worden, dem Zeichen der Heiligtümer des Todes nicht unähnlich.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   Mi 16 Dez 2015 - 21:51

Die Reaktion der Professorin war einmalig. Jeder andere hätte ihm wohl einen pseudomoralischen Vortrag gehalten, in welchem ihm klar werden sollte, was seine Taten für seine Zukunft bedeuteten. Seine Schullaufbahn war ihm nicht egal, aber er musste Prioritäten setzen. Er hatte eine Aufgabe und musste diese Erfüllen. Den Preis war er bereit zu bezahlen.
Und obwohl er die Reaktion der Schulleiterin willkommen hieß, wollte er den Tag nicht vor dem Abend loben. Tee und weiteres wurde danken abgelehnt, bevor er genauer nachfragte: "Wenn es ihnen egal ist, wieso haben Sie mich hierher geführt? Sie hätten mich auch unten gehen lassen können." Ein fortwährendes Fauchen von Helenas Kater ignorierte der Junge und war gespannt auf die Antwort der Mentorin.
Elija war ungewöhnlich still, aber er schien zu beobachten. Ryan hatte viel von dem Urahnen gelernt. Elija hatte ihm aufgezeigt, dass sein Ziel nicht nur Rache bedeutete, sondern eine zwar aufopfernde, aber ehrbare Aufgabe war, mit welcher er vielen ein besseres Leben ermöglichen konnte. Ob er nun herausfinden wollte, ob Ryan die Lektionen gelernt hatte und sein Ziel rechtfertigen konnte?
Eine Frage der Professorin ermöglichte ihm genau das unter beweis zu stellen. Die lateinische Sprache wusste er zu übersetzen. Die Erforschung verschiedener Zauber hatte sie dem Ravenclaw näher gebracht. "Es wandeln Gestalten auf diesem Planeten, welche immer wieder Chaos stiften und nie Ruhe geben werden. Man sagt, wo Licht ist, sei auch auch Schatten. Doch ich will diese pessimistische Weisheit nicht akzeptieren. Der Schatten hat mir in den vergangenen Jahren so viel genommen. Es ist an der Zeit ihn zu vernichten!" Die Stimme bebte. Zorn, Entschlossenheit und das gewisse Maß an Selbstüberschätzung formten ihren Klang. "Ich bin es leid immer nur zuzusehen. Der Preis für meine Entscheidung ist gewiss kein geringer, aber es wäre egoistisch ihn nicht für die letzten Menschen zu zahlen, welche mir noch etwas bedeuten!" Ein zufriedenes Lachen entfuhr Elija und er legte seine Hand als Geste des Stolzes auf die Schulter seines Nachfahren.
Bevor Ryan das Büro verlassen würde, sollte er die Situation jedoch nutzen, um einige Dinge zu klären. "William ist mir gefolgt, weil er ein guter und loyaler Freund ist. Er hat mich verlassen, als ich die Grenzen seiner Moral weit überschritten hatte. Er sollte nicht für Treue und Loyalität bestraft werden. Er hat bis zum letzten Moment versucht mich von dem Weg abzubringen, auf welchem mich wohl die wenigsten sehen wollten. Niemand sollte dafür büßen, dass er Freundschaft ernst nimmt und Freunden in Not helfen möchte." William war ein durch und durch guter Mensch, weshalb er Ryans Wandel wohl nie verstehen würde. Dennoch sollte er für dieses hohe Maß an Gutmütigkeit, welches der Ravenclaw wohl nie erreichen würde, nicht belangt werden. Ryan respektierte den Dachs für seine hohe Moral und dennoch war es ihm unmöglich sich an zu passen. Der Adler kämpfte gegen Gegner, welche keine Regeln kannten. Würde er sich selbst an Regeln halten, dann wäre er vollkommen machtlos gegen diese.
Dann war da noch eine weitere Sache. Geschehnisse, welche Klärung bedurften. "Meine Cousine, wie ist sie... ?" Die Wörter blieben ihm im Hals stecken. Evanora war ihm nie eine Freundin gewesen und man konnte auch nicht behaupten, dass Ryan sich nicht des öfteren gewünscht hatte, dass sie kein Teil seiner Familie wäre und dennoch schmerzte es, dass er wieder ein Familienmitglied begraben musste.
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Farine Chantealee
Schulleiterin || Animagus
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Charakterbogen
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4705/4800  (4705/4800)

BeitragThema: Re: 01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen   Di 29 Dez 2015 - 15:23

Ruhig war die Astronomin, die der schlafenden Schülerin keine Aufmerksamkeit mehr schenkte, als unbedingt nötig. Auch wenn der hochgewachsene Schüler Tee und auch die kleinen Snacks ablehnte, hörte sie ihm nun aufmerksam zu. „Mister Goodwill, urteilen Sie nicht zu schnell. Nur weil etwas offensichtlich erscheint, heißt es nicht, dass es auch dies ist. Manchmal sind die offensichtlichsten Dinge auch genau jene die am tiefgründigsten sind.“ Sagte die brünette Hexe ruhig, welcher es alles aber nicht egal war, was der Schüler tat. Auch wenn der junge Mann volljährig war und es sie theoretisch nicht kümmern musste, was er tat und was nicht. Der Kater von Helena fauchte weiterhin, doch Schulleiterin und Schüler ignorierten den Kater geflissentlich. Weitere Worte wurden gewechselt und sie hörte dem jüngeren zu, was er Ihr zu sagen hatte. Leicht legte die Sternwanderin die Fingerkuppen aneinander.

„Wie kann eine Waage funktionieren, wenn es nur ein Gewicht und kein anderes gibt?“ Fragte sie interessiert und sah aus den grauen Augen zu dem jungen Mann auf der dort seinen Standpunkt klar machen wollte. „Wie könnte das Licht alles erreichen, wenn es nicht Unebenheiten gibt, die auch Schatten werfen? Zudem, alles Leben aus Dunkelheit entsteht. Wie kann etwas schlecht sein, was so viel gutes auch hervor bringt?“ Fragen die sie Ihm stellte aber keine Antworten erwartete. „Chaos und Ordnung sind wichtig, ohne beide Komponenten hätte vieles nicht entstehen können. Wie soll man das eine vom anderen unterscheiden? Tragen wir nicht alle eine helle und eine dunkle Seite in uns? Wie kann ein Mensch nur gut oder nur böse sein?“ Kurz schlug sie die Augen nieder nur um den Schüler wieder aus den kühl wirkenden Augen anzusehen.

Sie hörte Dinge aus seinen Worten die er nicht sagte und doch würde es nichts bringen Ihn von seinem Weg fort zu reißen, sondern er müsste von allein seinen Weg zurück finden, denn alles andere würde sich nur tiefer in seine Wahrnehmung fressen. „Jeder hat sein Päckchen zu tragen, jeder fällt Entscheidungen – egal ob sie gut oder schlecht sind – und man lernt aus Ihnen. Jeder zahlt einen Preis und egal wie egoistisch es ist oder wie gut gemeint eine Tat ist, man muss schon von vornherein abschätzen, wie hoch der Preis ist. Ist er vielleicht zu hoch? Manchmal braucht es Zeit um effektiver sein zu können.“ Sie musterte Ihn bei Ihren Worten weiterhin. „Mister Gordon ist wohl mit dem was er hinter sich hat mehr gestraft, als es eine andere Strafe je könnte, er hat sich verändert,“ sprach sie ruhig, mehr sagte sie nicht dazu. Wenn es den Ravenclaw interessierte, müsste er wohl oder übel mit William selber darüber sprechen. Unbewegt war die Astronomin weiterhin, während sie auch die letzte, nur halb ausgesprochene Frage, vernahm.

„Wir vermuten, dass sie sich umgebracht hat. Da es aber noch weitere Vermutungen gibt, kann ich Ihnen nichts genaueres zu diesem Zeitpunkt sagen.“
Nachdenklich sah sie jetzt auf Ihre Fingerkuppen. „Wenn sie genaueres Wissen wollen, werde ich ihnen eine Nachricht zukommen lassen, sobald wir mehr wissen als jetzt.“ Schlug sie vor, da er nicht bleiben würde. Sie akzeptierte seine Entscheidung, denn sie wusste, dass er nachdenken würde. Auf kurz oder lang. Und er hatte einen Sinn für Gerechtigkeit, es würde sich alles wieder in die richtigen Wege leiten, wie es immer war. Denn: Am Ende war alles gut und wenn es noch nicht gut war, war es auch noch nicht zu Ende. Sie legte die Hände zu einer Kugel geformt ineinander und ein lilaner Nebel entstand in dem Innern, welcher sich langsam verdichtete und eine Form annahm. Eine kleine gläserne Kugel entstand, darin war nichts zu erkennen. Seine Besonderheit würde es wohl erst zu einem anderen Zeitpunkt zeigen. Es ist etwas wie ein magisches Auge, man kann die drei wichtigsten Personen in seinem Leben damit sehen, aber nicht hören was sie sagen man muss eine gewisse Distanz zwischen sich und den Personen haben. Erst dann warf sie dem Schüler die Kugel zu und blickte Ihn ruhig an. „Sind die Früchte vom Baum der Erkenntnis es wert, daß man um ihretwillen das Paradies verliert?“ Waren die letzten Worte in diesem Moment, abwartend was der Schüler sagt oder tut.
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01.01.15 | Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen
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